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Hier ein Link zu einem Interview von Prontopro über meine Arbeit:

https://www.prontopro.de/blog/menschen-beim-feiern-und-trauern-unterstuetzen/

WIE GEHT DIE LIEBE VERLOREN

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Zwischen dem, was gesagt,
aber nicht gemeint wird und dem,
was gemeint, aber nicht gesagt wird,
geht die meiste Liebe verloren.


~ Khalil Gibran ~

... in jeglicher Beziehung. Und so rosten Gefühle.
Empfindungen und Wahrnehmungen ein !

SEELENVERWANDTE (Die Fabel von den Kugelmenschen)

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Es war in alten Zeiten, da war die Beschaffenheit der Menschen eine andere. Damals waren die Menschen kugelförmig mit zwei Gesichtern und jeweils vier Armen und vier Beinen. Sie waren von großer Kraft und großer Stärke und sie waren so vollkommen, dass sie die glücklichsten und freundlichsten Wesen auf Erden waren. Doch dies erregte bei Zeus und den anderen Göttern Neid und Missfallen, fürchteten sie doch, dass ihnen die Menschen zu ähnlich seien und sie ihnen deshalb nicht mehr die gebührende Verehrung zuteilwerden ließen. So berieten sie, was sie mit den Menschen anfangen sollten. Lange wussten sie sich keinen Rat, denn sie wollten die Menschen nicht töten und zugrunde richten. Nach langen Überlegungen sprach Zeus: „Ich glaube, einen Weg gefunden zu haben, wie die Menschen erhalten bleiben können, wie sie aber gehindert werden, uns zu ähnlich zu sein. Ich will jeden von Ihnen in zwei Hälften zerschneiden und sie so schwächen. So werden sie als schwache Menschen uns lieben und uns verehren.“ So wurden die Menschen zusammen gerufen, indem die Götter ihnen ein neues, großes Abenteuer versprachen. Stattdessen aber schleuderte Zeus Blitze vom Himmel, die jeden Menschen in zwei Hälften zerschnitten. Und damit sich die zusammengehörigen Hälften nicht wieder zusammentun konnten, zerstreuten die Götter die Menschen überdies über die ganze Erde. Als nun so ihre Körper in zwei Teile zerschnitten waren, da sehnte sich jede Hälfte mit unendlichem Verlangen nach ihrer anderen Hälfte. Zu spät erkannten die Götter, dass sie aus Selbstsucht großes Leid unter die Menschen gebracht hatten. Und so gelobten sie, dass sich zwei zueinander gehörige Kugelhälften wieder untrennbar vereinen dürften, wenn sie einander gefunden hätten. So sucht seit damals jeder Mensch den zu ihm gehörenden Menschen, um sich mit ihm wieder zu verbinden. Seit so langer Zeit ist demnach die Liebe zueinander den Menschen eingeboren. Sie ist die Kraft, die den Menschen nach seiner anderen Hälfte suchen lässt. Durch die Liebe erkennt er den Menschen, der zu ihm gehört. Und die Liebe macht aus den zweien wieder eins. So kommt es, dass sich immer wieder zwei zueinander gehörende Menschen wiederfinden und sich glücklich vereinen. Und wenn sich ein Kugelmensch so wiedergefunden hat, kann ihn nichts mehr wieder auseinanderreißen.“ ~ Platon

NUR SAMEN

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Ein junges Brautpaar hatte einen Traum: Sie betraten einen Laden. Hinter der Ladentheke sahen sie einen Engel. Hastig fragten sie ihn: “Was verkaufen Sie, mein Herr?” Der Engel gab ihnen freundlich zur Antwort: “Alles, was Sie wollen!” Da sagte das Brautpaar wie aus der Pistole geschossen: “Dann hätten wir gerne: Glück und Harmonie für unsere Ehe! Gesundheit und ein gutes Auskommen! Einen festen Glauben an Gott, den Ersten in unserem Bunde! Die feste Bereitschaft, immer miteinander zu reden und zu verzeihen! Genügend Zeit und Nerven, um unseren Kindern gerecht zu werden, wenn wir sie geschenkt bekommen!”– Die Braut gab dem Bräutigam einen Rippenstoß … “Ach ja, das Ende der Kriege in der Welt und in den Häusern! Die Beseitigung der Elendsviertel, nah und fern! Ausbildungsplätze für Jugendliche und, und …” Da fiel ihm der Engel ins Wort und sagte: “Entschuldigen Sie, liebes Brautpaar, Sie haben mich falsch verstanden. Wir verkaufen hier keine Früchte, wir verkaufen nur den Samen!”

WENN MAN JEMANDEN LIEBT

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Wenn man jemanden liebt, so liebt man ihn nicht die ganze Zeit, nicht Stunde um Stunde auf die ganz gleiche Weise. Das ist unmöglich. Es wäre sogar eine Lüge, wollte man diesen Eindruck erwecken. Und doch ist es genau das, was die meisten fordern. Wir haben so wenig Vertrauen in die Gezeiten des Lebens, der Liebe, der Beziehungen. Wir jubeln der steigenden Flut entgegen und wehren uns erschrocken gegen die Ebbe. Wir haben Angst, die Flut würde nie zurückkehren. Wir verlangen Beständigkeit, Haltbarkeit und Fortdauer; und die einzig mögliche Fortdauer des Lebens wie der Liebe liegt im Wachstum, im täglichen Auf und Ab – in der Freiheit; einer Freiheit im Sinne von Tänzern, die sich kaum berühren und doch Partner in der gleichen Bewegung sind. ~ Anne Morrow Lindbergh

MAN SIEHT NUR MIT DEM HERZEN GUT

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Und der kleine Prinz kam zum Fuchs zurück. ”Adieu”, sagte er … ”Adieu”, sagte der Fuchs. ”Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.” ”Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.”, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.”Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig.” ”Die Zeit, die ich für meine Rose verloren habe …”, sagte der kleine Prinz, um es sich zu merken. ”Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen”, sagte der Fuchs. “Aber du darfst sie nicht vergessen. Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich …” “Ich bin für meine Rose verantwortlich …”,wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken. ~ Antoine de Saint-Exupèry

LIEBE IST ...

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Ohne Liebe ist alles nichts. Du könntest alles wissen, alles können, alles besitzen - ohne Liebe hätte alles keinen Wert. Wenn Du keine Liebe besitzt, dann wird eine bunte und schöne Welt grau und wertlos. Liebe ist das, was alles überdauert, wenn alles sich ändert. Sie ist das, was besteht, wenn alles wankt. Sie ist das, was tröstet, wenn aller andere Trost versagt. Sie ist das, was am Leben bleibt, wenn sich alles totläuft: Liebe ist, wenn Menschen einander verzeihen, wenn Menschen einander vertrauen, wenn Menschen einander ernst nehmen. Liebe ist, wenn Menschen einander zulächeln. Liebe ist, wenn man Einsame einlädt. Liebe ist, wenn man Gestolperten wieder auf die Beine hilft. Liebe ist, wenn man einen Freund wissen lässt: Es ist gut, dass es dich gibt. Liebe ist, wenn man andere erträgt und ihnen nicht nach-trägt, wenn man Schüchternen den Vortritt lässt, und wenn man nicht immer „wissen lässt“, dass man „etwas weiß“, Liebe ist, wenn man nicht immer „Recht“ haben muss. Liebe ist, wenn man enttäuscht wurde, und „trotzdem“ liebt, oder “erst recht“ und „ganz besonders“. Liebe ist, wenn man die zweite Meile geht. Liebe ist geduldig und gütig. Liebe prahlt nicht und spielt sich nicht auf. Wer liebt ist nicht taktlos, selbstsüchtig und reizbar. Liebe trägt keinem etwas nach. Wer liebt, freut sich am Gegenüber, freut sich mit und für ihn. Wer liebt, gibt niemanden schnell auf, sondern vertraut und hofft er für ihn. Liebe ist göttlich. Liebe sagt manchmal „Ja!“ obwohl sie aus Bequemlichkeit vielleicht lieber „Nein!“ gesagt hätte. Liebe vergibt und vergisst. Liebe sagt dem anderen, wenn sie ihn als angenehm empfindet. Liebe bringt lobend zum Ausdruck, wenn sie jemanden wertschätzt. Liebe ist, wenn ein Mann zu seiner Frau oder eine Frau zu ihrem Mann am Jahrestag der Hochzeit sagt: „Ich würde keine Sekunde zögern, Dich wieder zu heiraten!“ Liebe ist, wenn zwei einander gelten lassen, auch wenn sie keine Zuneigung mehr zueinander empfinden. Liebe ist wie ein schattiger Baum und wie eine schöne Rose. Liebe ist wie Sonnenschein. Liebe ist wie der Duft von Sommerregen auf heißem Asphalt. Liebe ist wie ein wärmender Kachelofen im Winter. Liebe ist wie eine Fensterscheibe, die Licht und Wärme durchlässt. Liebe ist nichts Oberflächliches. Liebe ist sehend. Liebe ist hörend. Liebe ist beweglich. Liebe ist nicht selbstverständlich. Liebe ist nicht immer für jedermann sichtbar. Liebe ist ein DU und ein ICH, die verschmelzen. Liebe ist nicht immer leicht. Liebe ist nicht immer ohne Leid. Liebe ist nicht immer Liebe auf den ersten Blick. Liebe ist kein Kinderspiel. Liebe ist keine Momentaufnahme. Liebe ist kein Kassenschlager. Liebe ist menschliche Wärme. Liebe ist Vertrauen ohne Vorbehalte.

IST ES DENN NICHT MÖGLICH

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Ist es denn nicht möglich,
sich täglich nahe zu sein,
ohne alltäglich zu werden –
voneinander entfernt zu sein,
ohne sich zu verlieren ...?

Beziehungsweise
sich maßlos zu lieben,
ohne sich lieblos zu maßregeln –
einander gewähren zu lassen,
ohne die Gewähr zu verlieren ...?

Beziehungsweise
einander sicher zu sein,
ohne sich abhängig zu machen –
einander Freiheit zu gewähren,
ohne sich unsicher zu werden ...?


~ Jochen Mariss ~

MEIN GEHEIMNIS

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Ich möchte niemandem erzählen, wieso ich gerade einfach so lächle, weil ich in diesem Moment eine lustige Szene im Kopf habe von unserer letzten Begegnung. Ich möchte niemandem von unseren langen Telefonaten bis tief in die Nacht erzählen, von unseren Flirtereien per WhatsApp, und den sinnlosen Selfies, die wir uns hin und her schicken, niemanden von unseren Insider-Witzen erzählen, und niemanden wissen lassen von den Plätzen, an denen wir uns treffen, um die Welt zu vergessen. Ich möchte niemandem erzählen, dass ich mich so sehr verliebt habe, weil dann viele Fragen kommen und widersprüchliche Meinungen von Menschen, die nicht wissen, wie es ist, in Deiner Nähe zu sein, und die den Duft Deiner Haare nicht kennen und vor allem nicht wissen, wie gut Du mir und meinem Wesen tust, und wie Du mein Herz beruhigst und die Knoten in meiner Seele löst. Sie wissen es nicht und das soll so bleiben. Ich möchte, dass wir zuerst alles voneinander wissen, bevor die Welt von uns erfährt. So sehr ich Dich auch der Welt zeigen möchte, so sehr habe ich auch Angst davor, weil ich gesehen habe, wie diese Welt uns etwas Wunderschönes nehmen kann, und in etwas Hässliches verwandelt, wie sie Dir ohne Rücksicht das, was dir so viel bedeutet, aus den Händen reißt und für immer nimmt. Ich bin einfach nicht bereit dafür, das "uns" dieser Welt zu zeigen. Ich möchte Dich am liebsten GEHEIM halten so lange ich kann. Geheimnisse sind Wertvoll, sie werden gehütet und beschützt in Armen, die wissen, wie es ist etwas zu verlieren, die den bitteren Geschmack von Verlust schon kennen. Ich will auch Dein Geheimnis sein, bis wir uns sicher sind, bis wir uns dieser Welt stellen können ... in dem Wissen, der andere würde mich nie verraten. Und irgendwann blicken wir zurück und sagen "Wir begannen als ein Geheimnis und heute sind wir die Wahrheit!" ~ Der Poet

FEUER UND WASSER

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Als das Feuer und das Wasser sich das erste Mal begegneten, waren sie voneinander fasziniert. Das Feuer war ungestüm und temperamentvoll, leuchtend und heiß, brodelnd und aufregend. Das Wasser hingegen floss ausgeglichen vor sich hin, war klar und beruhigend, glitzernd und erfrischend. Staunend betrachteten sich Feuer und Wasser. Beide entdeckten am anderen unzählige Eigenschaften und Besonderheiten, die sie an sich nicht kannten. Und da sich Gegensätze bekanntlich anziehen, blieb es nicht aus, dass sich Feuer und Wasser ineinander verliebten. Sie trafen sich, hatten Spaß miteinander, lernten voneinander und ergänzten sich wunderbar. Weil sie sich gegenseitig so kostbar geworden waren, beschlossen Feuer und Wasser, für immer zusammenzubleiben. Sie feierten ein großes Fest. Viele Gästen waren geladen – auch der Wind. Der schenkte ihnen eine bauchige Flasche mit wertvollem Inhalt. Nach der Feier öffneten Feuer und Wasser die Flasche und entnahmen daraus eine alte Schriftrolle. Auf dem Pergament stand Folgendes geschrieben: “Passt auf, dass ihr eure Individualität behaltet! Ihr seid so verschieden und schätzt dies aneinander. Hütet diesen Schatz, denn dieser ist das Geheimnis eurer Liebe. Respektiert eure Grenzen! Lernt voneinander, aber versucht nicht, euch gegenseitig umzuerziehen! Entdeckt immer wieder Neues aneinander! Glaubt nie, dass ihr das Geheimnis des anderen gelüftet habt, und achtet einander jeden Tag eures gemeinsamen Lebens!” Feuer und Wasser lasen die Flaschenpost aufmerksam durch und dachten darüber nach. Dann stellten sie die bauchige Flasche gut sichtbar in ihrer gemeinsamen Wohnung auf, um immer wieder an deren Inhalt erinnert zu werden.

DIE LIEBESPRÜFUNG

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Leutnant John Blanchard stand im Bahnhof Grand Central in New York. Sein Herz schlug schnell, denn um Punkt sechs Uhr sollte er das Mädchen treffen, dem er noch nie begegnet war und in das er sich doch verliebt glaubte. Im zweiten Weltkrieg war er in Florida zum Piloten ausgebildet worden und hatte sich damals in der Bücherei ein Buch ausgeliehen. Beim Durchblättern fiel ihm eine Notiz auf, die jemand am Seitenrand gemacht hatte. Während er die Anmerkungen einer schönen weiblichen Handschrift las, wünschte er sich diese Verfasserin kennenzulernen. Als er das Buch vorne aufschlug, stand dort Holly Maynell, New York City. Er beschloss sie ausfindig zu machen und fand mit Hilfe eines New Yorker Telefonbuches ihre Adresse und schrieb ihr einen Brief. Einen Tag nachdem er den Brief abgeschickt hatte, wurde er nach Europa an die Front geschickt. Aber zu Johns Überraschung beantwortete Holly seinen Brief und so schrieben sie sich inmitten des Krieges regelmäßig Briefe hin und her. Ihre Briefe waren so wunderbar, wie ihre Randnotizen in dem Buch, und oft war sie ihm in schlimmen Zeiten Trost und Hilfe. Im Lauf ihres Briefwechsels wurde John bewusst, dass er dabei war sich in Holly zu verlieben. Er bat sie um ein Bild von sich, aber sie antwortete: "Nein, Beziehungen beruhen nicht auf dem Aussehen der Menschen!" Dennoch ging sie ihm nicht mehr aus dem Sinn und als er Heimaturlaub bekam, beschlossen sie sich zum Essen zu treffen. Und nun war der Tag endlich da, und John wartete nervös auf das Mädchen. "Du wirst mich an einer roten Rose erkennen!" hatte sie ihm geschrieben. Das Treffen verlief völlig anders als erwartet und ihm Nachhinein beschrieb er es wie folgt: „Eine junge Frau kam auf mich zu, groß gewachsen und schlank. Ihr blondes Haar war in Wellen hinter die zarten Ohren gelegt. Ihre Augen waren so blau wie Blumen. Ihre Lippen und ihr Kinn strahlten eine sanfte Bestimmtheit aus und in ihrem blassgrünen Kostüm sah sie aus wie der blühende Frühling. Aufgeregt ging ich auf sie zu und achtete gar nicht darauf, dass sie keine rote Rose trug. Im Näherkommen bemerkte sie mich und ihre Lippen formten sich zu einem Lächeln. "Gehen wir in dieselbe Richtung. Soldat?" fragte sie schüchtern. Ich machte noch einen Schritt auf sie zu und in diesem Moment sah ich unmittelbar hinter dem Mädchen: Holly Maynell, mit einer roten Rose an ihrem Mantel. Mein Herz sank. Sie war weit über 40 und pummelig. Ihr angegrautes Haar steckte unter einem abgetragenen Hut. Ihre dicken Knöchel quollen aus den Schuhen. Das Mädchen im grünen Kostüm entfernte sich rasch. Ich musste mich entscheiden. Sollte ich der Schönheit folgen, oder sollte ich der armen Holly Maynell entgegentreten? Ich traf meine Entscheidung und wandte mich der Frau zu und lächelte. Als ich zu sprechen anfing, schürte mir die bittere Enttäuschung fast den Hals zu. "Sie müssen Miss Maynell sein," sagte ich und reichte ihr die Hand. "Ich freue mich sehr, dass Sie sich Zeit für mich genommen haben. Darf ich Sie zum Essen einladen?" Da erschien ein breites Grinsen auf dem Gesicht der älteren Frau. "Ich habe zwar keine Ahnung, was das alles soll, mein Junge," antwortete sie, "aber kennen Sie die junge Dame, die da gerade vorbeigegangen ist? Sie hat mich im Zug angesprochen. Sie hat mich gebeten, mir diese rote Rose anzustecken. Sie hat gesagt, wenn Sie mich zum Essen einladen, dann soll ich Ihnen sagen, dass sie in dem großen Restaurant auf der anderen Straßenseite auf sie wartet. Sie meinte "Das sei so eine Art Test!"

 

WO DAS GLÜCK WOHNT

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Eine alte Legende erzählt, dass es da zwei Menschen gab, die überaus glücklich miteinander lebten. Sie waren zufrieden, mit dem was sie hatten und miteinander teilten. Ihre Liebe wuchs durch die Jahre ihres Zusammenlebens. Nichts und niemand konnte diese Liebe zerstören. Eines Tages lasen sie in einem alten Buch, dass es da irgendwo, in weiter Ferne, vielleicht am Ende der Welt, einen Ort gäbe, wo unermessliches Glück herrsche. Ein Ort sollte dies sein, so sagte das alte Buch, an dem der Himmel die Erde küsst. Die beiden beschlossen, diesen Ort zu suchen. Der Weg war lang und voller Entbehrungen. Bald wussten sie nicht mehr, wie lange sie schon unterwegs waren; doch aufgeben wollten sie nicht. Fast am Ende ihrer Kraft, erreichten sie eine Tür, wie sie im Buch beschrieben war. Hinter dieser Tür sollte es sich befinden: Das große Glück, das Ziel ihres Hoffens und Suchens. Welch eine Spannung war in ihnen - wie wird er aussehen, der Ort, an dem der Himmel die Erde küsst, der Ort, an dem ein solches Glück herrscht. Sie klopften an. Die Tür öffnete sich. Sie fassten sich an der Hand und traten ein. Da standen sie nun - wieder mitten in ihrer Wohnung. Am Ende dieses langen Weges waren sie wieder bei sich zuhause angekommen. Und sie verstanden: Der Ort, an dem der Himmel die Erde küsst, ist der Ort, an dem die Menschen sich küssen. Der Ort, an dem der Himmel die Erde berührt, ist der Ort, an dem Menschen sich berühren. Der Ort, an dem der Himmel sich öffnet, ist der Ort, an dem Menschen sich füreinander öffnen. Der Ort des großen Glücks ist der Ort, an dem Menschen sich glücklich machen.

DER GÄRTNER UND DER ROSENSTOCK

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Es war einmal ein Gärtner. Der konnte sich nicht entscheiden, ob er die Frau, die er liebte, nun heiraten sollte oder nicht. Eigentlich sprach nichts dagegen. Er fühlte sich in ihrer Nähe wohl, konnte mit ihr sowohl ernsthafte Gespräche führen als auch lachen, war für gemeinsame Kinder offen und wollte mit ihr zusammen alt werden. Aber natürlich beinhaltete ein lebenslanges „Ja!“ auch gewisse Risiken. Jeder kam aus einem anderen Elternhaus und würde manches in die Ehe einbringen, das zu einem Streit führen konnte. Auch änderten sich viele Menschen im Laufe der Zeit. Was wäre, wenn sie sich auseinanderlebten? Würde ihre Liebe diesen Belastungsproben standhalten können? Grübelnd stand der junge Gärtner beim Rosenbeet und kam zu keiner befriedigenden Antwort. Da näherte sich ein alter Mann, der für seine Frau einen Rosenstock kaufen wollte. Der Gärtner wusste, dass dieser Mann seit vielen Jahren glücklich verheiratet war. Also bat er ihn um Rat. Doch der alte Mann war so mit dem Aussuchen des Rosenstocks beschäftigt, dass es so wirkte, als habe er die Frage überhört. Er betrachtete jede Pflanze, roch an den Rosenblüten, begutachtete die Stacheln, zählte sogar die vorhandenen Knospen und blieb schließlich vor einem Rosenstock mit unzähligen dunkelroten Blüten stehen. Der Gärtner beglückwünschte den alten Mann: “Sie haben eine gute Wahl getroffen. Dieser Rosenstock ist wirklich etwas ganz Besonderes”. Der alte Mann blieb jedoch unsicher und entgegnete: “Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich ihn wirklich nehmen soll. Oberflächlich betrachtet ist diese Pflanze makellos. Aber wer weiß, was sie für Wurzeln hat. “Schauen Sie die kräftigen Blüten und die dicken Blätter an” sagte der Gärtner. “Der Rosenstock muss einen gesunden Wurzelstock haben, sonst wäre er nicht gewachsen.” “Ja, das mag stimmen”, meinte der alte Mann. “Aber wer garantiert mir, dass der Rosenstock im nächsten Jahr auch so wunderbar wächst und blüht?” “Im Moment deutet alles darauf hin”, erwiderte der Gärtner. “Aber das weitere Wohlergehen des Rosenstocks hängt natürlich auch von Ihnen ab.” Da lächelte der alte Mann und sagte: “Ebenso verhält es sich auch mit dem Partner, den man heiraten möchte.” Er bezahlte den Rosenstock und ließ einen nachdenklichen Gärtner zurück, der schon bald eine wichtige Entscheidung fällen sollte.

BRIEF EINER MUTTER AN IHREN SOHN

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Ich wünsche Dir eine Frau, die Dich annimmt. Nicht nur in den Stunden der Zärtlichkeit und Freude, sondern auch in Deiner Fremdheit und in Deinem Versagen. Ich wünsche Dir eine Frau, zu der Du nach Hause kommen kannst, wenn Du beschwert bist von Misserfolgen und Niederlagen und wenn Du Dich selbst nicht mehr leiden kannst. Ich wünsche Dir eine Frau, die Dich versteht, auch wenn sie Dein Verhalten nicht gutheißen kann. Eine Frau, die Dir aufrichtig ihre Überzeugung sagt, und Dich dabei ihre Liebe so spüren lässt, dass sie Dich befreit zur Änderung Deines Lebens und für einen neuen Anfang. Ich wünsche Dir eine Frau, die Dich herausfordert zu Ritterlichkeit und Fairness allen Menschen gegenüber, auch jenen, die schwach und alt und verachtet sind in unserer Gesellschaft. Ich wünsche Dir eine Frau, die mit Dir über eure Zweierschaft hinaus sucht nach der größeren Gemeinschaft mit euren Mitmenschen und nach der größten und tiefsten Gemeinschaft, die es gibt, nach der Gemeinschaft mit Gott. Ich wünsche Dir eine Frau, die ihren Glauben nicht verleugnet, wenn Du oder andere zweifeln oder kritisieren, und die Dich dennoch liebbehält und Dich herausliebt aus Deinen Dunkelheiten. Ich wünsche Dir eine Frau, die ihre eigenen Schwächen vor Dir zugeben kann und nicht zu stolz ist, für ihr ganzes Leben und die Gemeinschaft mit Dir Gott zu danken.“ ~ Aus einem Buch von Martin Buber

DAS PERFEKTE GESCHENK

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Kennst Du jemand,
dem Du gerne etwas schenken möchtest?
Etwas, das nicht viel kostet
und keine großen kreativen Ideen braucht.
Etwas, das Du nicht in glitzerndes Papier wickeln musst,
damit es Aufsehen erregt.
Eine persönliche Gabe von Dir,
einfach und trotzdem unendlich wertvoll.
Dann gib dieser Person
Deine ungeteilte Aufmerksamkeit.
Einen Moment, einige Stunden oder wenn`s Dir gefällt
einen ganzen Tag voll Deiner Zeit.
Schau dem anderen in die Augen, wenn er spricht,
öffne Deine Ohren und Deinen Geist.
Nimm auf, was Dir entgegenkommt und gib zurück was Du geben kannst.
Dann wird Zuwendung zu einer Kostbarkeit.
In einer Welt der Ablenkung,
voll von Lauten und Störungen,
Klingeltönen und Multitasking-Konversation.
In einer Zeit der Oberflächlichkeit,
wo der Wunsch nach tiefen Beziehungen brennt,
wird dieser Augenblick in Erinnerung bleiben.
Für den anderen und vielleicht auch für Dich.
Nichts ist so kostbar
Nichts so bleibend.


~ Claudia Reith ~

DANN HEIRATE SIE

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Wenn Du die kleinen Locken am Ende ihres Haares nicht liebst oder die Falten ihrer Nase, wenn sie von Herzen lacht, dann heirate sie nicht. Wenn Du sie nicht als ein Meisterstück von Gotteshänden gemacht siehst, dann heirate sie nicht. Jemand anders wird sie so sehen. Deshalb sei nicht Egoistisch. Wenn du es nicht liebst wie sie niest, oder wie ihr während dem Zähneputzen die Zahnpasta am Kinn hinunterläuft, weil sie dabei lacht, dann heirate sie nicht. Und wenn dein Herz nicht aus der Brust springt vor Gück, wenn Du sie friedlich auf deiner Schulter schlafen siehst, dann heirate sie nicht. Lass sie gehen. Es gibt einen Mann, der töten würde für das, was du nicht schätzt. Wenn Du sie bei Dir hältst, obwohl Du sie nicht liebst, dann ist das Grausam. Du enthältst sie dem Mann vor, der alles für sie geben würde, und der sie im Gegensatz zu Dir aufrichtig lieben und schätzen würde. Jemand, bei dem es zittert im Brustkorb, wenn er sie um die Ecke kommen sieht und bei dem die Welt stillsteht in dem Moment, wenn sie ihn anblickt. Jemand, der an einem schlechten Tag nur an sie denken muss, um zu wissen, was für ein Glück er hat. Der weiß, egal wo er gerade ist, zu Hause wartet die tollste Frau der Welt auf ihn. Deshalb ist er ihr treu an jedem Ort der Welt und auf jede Entfernung. Egal wie lange sich ihre Augen nicht sehen, er ist loyal und treu, weil er weiß was er an ihr hat. Und bist dieser eine "Jemand" nicht DU, dann heirate sie nicht. Lass sie gehen! Sie ist ein Wunder! Sie ist Magie! Sie ist Heilung! Sie ist verdammt nochmal das, wovon Männer sagen "Es gibt solche Frauen kaum noch!" Und sie verdient einen Mann, der ihr das Gefühl gibt, das alles in ihr zu sehen und zu schätzen. Einen Mann der sie wirklich liebt. Aber wenn Du dieser Mann bist, der auf die Frage: „Was liebst Du an dieser Frau?“ antwortet: „Alles!“, DANN HEIRATE SIE und gib Dich hin an diese Frau. ~ Der Poet

WECK SIE WIEDER AUF

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Wenn in Deiner Beziehung nichts mehr läuft, außer dem Fernseher, dann solltest DU etwas tun! Oder denkst Du anders? Bist Du etwa damit zufrieden, wenn sich Deine Liebesbeziehung anfühlt, als hättest Du schon alles erlebt? Wenn ich in Deiner Haut stecken würde, dann wäre der erste sinnvolle Schritt, den Fensehkonsum bewusst massiv einzuschränken. Ich würde zurückzukehren zu den Bemühungen der Liebe der ersten Stunde. Was waren denn die Dinge, die Ihr gemeinsam gemacht habt, als es zwischen Euch gefunkt hat? Wahrscheinlich waren da gemeinsame Unternehmungen. Da waren lange Spaziergänge. Da waren stundenlange Gespräche mit echtem gegenseitigem Interesse. Da war Humor und herzhaftes Lachen. Da war Wertschätzung und man gab sich Komplimente. Da waren Nähe und Zärtlichkeit. Da waren Streicheleinheiten und Küsse. Da war große Sehnsucht nacheinander. Da war Intimität. Da waren kleine Aufmerksamkeiten. Da war der tiefe Blick in die Augen. Da war Vertrautheit. Da war freudige gemeinsam verbrachte Zeit. Da war große Bereitschaft, für das Gegenüber alles zu tun, was ihm/ihr irgendwie gut tut. Also wenn in Deiner Beziehung nichts mehr läuft als der Fernseher - ich würde Dir raten, ETWAS dagegen unternehmen. Das Leben ist zu kurz, um eine eingeschlafene Beziehung zu leben. Weck sie wieder auf.

WAS ES IST

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"Es ist Unsinn!" sagt die Vernunft
"Es ist, was es ist!" sagt die Liebe
"Es ist Unglück!" sagt die Berechnung
"Es ist nichts als Schmerz!" sagt die Angst
"Es ist aussichtslos!" sagt die Einsicht
"Es ist, was es ist!" sagt die Liebe
"Es ist lächerlich!" sagt der Stolz
"Es ist leichtsinning!" sagt die Vorsicht
"Es ist unmöglich!" sagt die Erfahrung
"Es ist, was es ist!" sagt die Liebe

~ Erich Fried ~

DIE KRAFT DER WAHREN LIEBE

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Die wahre Liebe ist wie Wasser,
welche jede Ritze durchdringt,
welche sich Wege bahnt
durch dickste Felsen und wildeste Schluchten!
Bis in die hintersten Winkel dringt sie vor.
Keine Dämme halten ihr auf Dauer stand!
Alles schwemmt sie hinfort,
lässt in ihren Fluten versinken,
was ihr nicht dient!

Die wahre Liebe ist wie der Wind,
der überallhin getragen wird.
Ihre Melodien aus fernen, fast vergessenen Welten
zu jedem Ohr gebracht.
Ihr Duft ein jedes fühlende Wesen
zu erinnern vermag!
Getragen über tausende Kilometer hinweg,
in die entlegensten Winkel und Täler,
in jede Wüste, auf jede noch so entfernte Insel.

Die Wahre Liebe ist wie loderndes Feuer,
eine nie verlöschende Glut,
die unbeherrscht und unvorhersehbar
neu auflodert und die Menschen erinnert
an seine immense Kraft.
Sie ist wie das Feuer, welches alles niederbrennt,
in Asche verwandelt,
das ihr im Wege steht.
So bahnt sie sich ihren Weg durch Gestrüpp,
brennt jede Mauer nieder,
setzt sich über alles hinweg das der Mensch
einst zum Schutz vor ihr errichtet hat!

Die Wahre Liebe ist wie die Erde.
Sie ist beständig, unverwüstlich und wurzelt tief.
Sie beschützt und nährt,
einen jeden der sie annimmt.
Auf ihrem Boden erwächst und gedeiht alles,
alles das du je brauchen wirst.
Jedoch sie bebt und zittert für all jene,
die ihr trotzen und sich einbilden stärker zu sein als sie.
Ihnen nimmt sie den vermeintliche Halt,
der niemals wirklich trägt,
verleugnet er die Kraft der wahren Liebe!


~ Eva Maria Eleni ~

DIE LIEBE UND DER LANGE WEG DES LEBENS

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Wie kommen zwei Menschen zusammen, so eng zusammen, dass sie in stiller Zuneigung oder in leidenschaftlicher Begeisterung gemeinsam durchs Leben gehen wollen? Es ist ein großes Geheimnis. Man kann nicht sagen, was die beiden so zueinander zieht. Vielleicht ein Blick, eine Bewegung, eine Bemerkung, ein Lachen. Bei jeder Begegnung schlug das Herz schneller. Man träumte voneinander, und man beschloss, miteinander zu wohnen. Man fühlte sich zu Hause, geborgen in dem großen Geheimnis, das die Menschen „Liebe“ nennen. Man wuchs mit dem Leben des anderen zusammen, so, wie zwei Zweige an einem Stamm und aus einer Wurzel wachsen. Aber der Lebensweg ist lang. Nicht jeden Tag läuten die Festglocken. Die erste Begeisterung geht vorüber, und es kommen viele eintönige Tage. Man merkt mit der Zeit immer mehr, dass der Andere nicht nur gute Seiten hat. Du ärgerst dich und denkst vielleicht: Ich habe mich geirrt. Aber du hast dich nicht geirrt. Du bist nur ein Mensch wie viele andere Menschen auch. Alles Leben unterliegt dem Rhythmus von Tag und Nacht, Hoch und Tief, Ebbe und Flut. Jedes Jahr wird es Frühling und Herbst, Sommer und Winter. Hab Geduld, viel Geduld mit dir selbst und noch mehr mit dem anderen, verlass niemals das Haus der Liebe und Treue. Die Liebe der Leidenschaft kann losbrechen wie ein Sturm, der Menschen entwurzelt. Seine Gewalt treibt die einen zusammen und die anderen auseinander. Aber eines Tages legt sich auch der heftigste Orkan. Dann wird das Ausmaß der Zerstörung sichtbar. Wenn der Sturm losbricht, gerate nicht in Panik, lass nicht alles los. Halte dich an den Wurzeln fest. Warte und hab Geduld, endlos Geduld. Der Sturm wird vorübergehen, echte Liebe wird bleiben. ~ Phil Bosman

   
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